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Festivalleiterin verführt mit musikalischen Höhepunkten

Musik
Isabelle Engelmann
Telefon:0 30/81 82 19 75
E-Mail:piano@isabelle-engelmann.de
Website:www.isabelle-engelmann.de

Klassik, Witz und Charme

Stand: Juni 2017

Internet, Fernsehen und Radio, die Möglichkeiten für Unterhaltung sind heute kaum überschaubar. Doch nichts davon kann den Reiz eines Live-Erlebnisses ersetzen. In Falkensee entstand ein Bühnenprogramm, das mittlerweile deutschlandweit gefragt ist.

Dafür ist Isabelle Engelmann verantwortlich, die seit 2014 die „Falkenseer Musiktage“ verantwortet. Die leidenschaftliche Pianistin ließ sich vom Publikum in der Gartenstadt vor den Toren Berlins dazu anregen, Klassik, und Humor auf eine völlig neue Art zusammen­zu­mixen und damit zu überraschen.

Charmantes Trio
Aus der Idee entstanden „Les Troizettes“. Dabei wird Isabelle Engelmann am Piano von der Cellistin Romy Nagy und Katja Schott mit ihrer Geige unterstützt. Sie vermischen Klassik und andere Genres mit Humor und Leidenschaft. Damit treten sie in Falkensee, in Berlin, in Hamburg, Bremen und Umgebung ebenso wie in Karlsruhe und anderen Orten im südlicheren Deutschland mit großem Erfolg auf. „Wir haben mittlerweile im Jahr etwa 30 Konzerte.“

Harmonie im Komitee
Diese muss sie mit ihrer Tätigkeit als junge Leiterin der Falkenseer Musiktage, die sie seit 2014 ist, koordinieren. Dafür steht ihr ein Budget von 10 000 Euro zur Verfügung. „Ich erarbeite in diesem Rahmen Programmvorschläge, die das Komitee mit Vertretern von der Evangelischen Kirche um Pfarrer Olaf Schmidt als Veranstalter, der Stadt Falkensee und Ingo Wellmann Ingo Wellmann vom Haus am Anger dann prüft und beschließt. Bisher gab es noch nie einen Fall, wo meine Vorschläge abgelehnt wurden“, gibt sie Einblick hinter die Kulissen dieses Festivals, das ein wichtiger Höhepunkt im jährlichen Kulturkalender der Havelland-Metropole ist.

Internationale Erfahrung
Für ihre Tätigkeit bringt Isabelle Engelmann fundiertes Wissen, Konzerterfahrung und internationale Weitsicht mit. Sie wurde in eine deutsch-französische Lehrerfamilie in Berlin hineingeboren. Mit den Eltern Véronique Engelmann und Werner Engelmann zog sie nach der Wende von ihrer Heimat in Westberlin nach Luxemburg, wo sie aufs Konservatorium ging. Das Piano hat sie mit neun Jahren für sich entdeckt. Es folgten das Studium in Straßburg, Darmstadt und Hamburg.

Gefragte Filmmusik
Dabei lernte sie ihren Ehemann Andy Groll kennen, der mittlerweile als Komponist für viele Filme tätig war. Dazu gehören Folgen von „Tatort“, zuletzt „Totenstille“, der 2016 ausgestrahlt wurde. Er vertonte unter anderem den Kinofilm „Da geht noch was“ von Holger Haase mit Florian David Fitz und Henry Hübchen in den Hauptrollen. „Winnetous Weiber“ tragen ebenso seine musikalische Handschrift wie „Mona kriegt ein Baby“, „Mann kann, Frau erst recht“ oder „Sex up“. Isabelle Engelmann war für „Romeo und Jutta“ mit den Kultstars Katja Riemann und Wolfgang Stumph aktiv.

Spaß mit Chopin
Dieses Zusammentreffen mit dem breiten Publikum mag mit dazu beigetragen haben, dass der aufstrebenden Klassik-Pianistin mit Vorliebe für die schnellen und berührenden Stücke von Frédéríc Chopin in den Sinn kam, ihr Genre in weiteren Kreisen populär zu machen. Erste Idee waren „Musikalische Lesungen“. Dabei ging es ihr darum, den Blick frei „hinter die Kulissen“ der klassischen Stücke zu geben: „Erst wenn man weiß, in welcher persönlichen Situation die Kompositionen entstanden und was der Schöpfer damit ausdrücken wollte, kann man die Musik besser verstehen.“ Die Idee schlug ein, in Falkensee und deutschlandweit. Mit der in der Gartenstadt geborenen neuen Idee von Witz in der Klassik geht sie nun einen Schritt weiter. Dabei kann sie an ihr Idol Frédéric Chopin anknüpfen: „Kaum einer weiß, dass er auf der Bühne Späße und Parodien gemacht hat. Er nahm die damalige Welt, den Adel und die Regierung in den Pariser Salons auf den Arm und hatte einen immensen Erfolg!“ Über den Umweg von Falkensee kommt der polnisch-stämmige „Nationalkomponist“ jetzt also auf den Bühnen in Deutschland zu neuer Ehre!

Super-Festival?
Nun ist sie gerade dabei, gleich zwei „Tage der Musik“ vorzubereiten. „Es geht einerseits um 2017, wo das Programm bis September stehen muss und um die ‚Tage der Musik’ 2018, die dann das 20. Mal stattfinden. Zu diesem runden Jubiläum sind besondere Höhepunkte geplant. Um zu vermeiden, dass die Künstler, die wir da bekommen möchten, ausgebucht sind, ist eine langfristigere Vorbereitung nötig.“ Schließlich hofft Isabelle Engelmann zu diesem runden Jubiläum die „große Stadthalle“ mit bespielen zu können. Bisher gab es als Veranstaltungsorte vor allem die Kirche in Falkenhagen, den Rathaussaal und den Garten vom Haus am Anger. Das sind Räume für gut über hundert Besucher.

Auf allen Kanälen
Die hohen Besuchszahlen „ihrer“ Festivals belegen, dass Isabelle Engelmann sich gut in den Musikgeschmack der Falkenseer einfühlen kann. Nur die Kleinen machen ihr große Sorgen: „Die Kinderkonzerte werden Jahr für Jahr weniger angenommen. 2017 hatten wir gerade mal 20 Besucher.“ Ob der Nachwuchs in der aufstrebenden Vorstadt-Metropole nur noch vor dem Fernseher sitzt oder Kultur lieber übers Tablet genießt? Jedenfalls ist Isabelle Engelmann dort über die entsprechenden Kanäle ebenfalls vertreten und gibt übers Internet Einblicke in ihre reizvolle Vielseitigkeit. Die etwas älteren von uns werden sich hingegen an den CDs erfreuen, die immer eine gute Empfehlung sind! Oder man achtet auf Auftrittstermine, schließlich hat sich die Künstlerin mittlerweile so in Falkensee verliebt, dass sie bereits auf Grundstückssuche ist!