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Neues Leben für „alte“ Unterhaltung: Johannes Jaeger ist als „Brettspiel-Guru“ in vielen Ländern gefragt

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Brettspiel-Guru
Johannes Jaeger
Telefon:01 73/3 41 49 87
Website:www.hunterundcron.de

Fiese Freunde, fette Feten

Stand: Juni 2020

Kaum zu glauben: Während man überall nur noch Menschen sieht, die ständig mit einem kleinen rechteckigen Gerät beschäftigt sind, ist eine überaus altmodische Form der Unterhaltung im Aufwind: Brettspiele.

Sie gibt es für die Familie, für Kinder und Erwachsene, für die Party oder die holde Zweisamkeit. In Falkensee sitzt der „Brettspiel-Guru“, der hier ganz genau Bescheid weiß.
Johannes Jaeger hat seinen Traumberuf als Regisseur für Kinderserien wie „Terra MaX“ an den Nagel gehängt, um sich voll und ganz der Spielewelt zu widmen.

51 000 Fans
Mit Freund Jan Cronauer, der hauptberuflich Filmautor ist, nimmt er neue Spiele unter die Lupe, um sie zu testen und dann auf seinem Internet-Kanal per Video vorzustellen. „Mittlerweile haben wir 51 000 Abonnenten“, kann der 42-jährige Familienvater mit zwei kleinen Kindern darauf verweisen, dass viele Jagd auf Jaegers Spieletipps machen.
„Wir hatten früher, wie die meisten, unsere Freizeit mit Computerspielen vertrieben. Als mein Freund Vater wurde, konnte er weniger Zeit am Rechner verbringen. Er stieß in der Nähe seiner Wohnung in Berlin-Friedrichshain auf eine Ludothek, wo Brettspiele ausgeliehen werden können. Das hat ihn gepackt. Er hatte mich dazu eingeladen, ich war schnell ebenfalls angesteckt. Mittlerweile hat er in seiner Wohnung mehrere hundert Spiele“, schildert Johannes Jaeger, wie er zu dieser neuen Leidenschaft kam.

Deutschlandweit im Spiel
Die beiden taten sich als „Freunde der analogen Brettspiele“ mit Hauptsitz in Falkensee zusammen.
„Es erscheinen jedes Jahr an die tausend Neuerscheinungen, von denen wir viele testen. Wir haben mittlerweile etwa 1 500 Videos, wo jeweils ein Spiel erklärt und rezensiert wird. Manchmal werden Spiele von vielen Fans angefragt, die vergriffen sind. Dann kümmern wir uns um den Nachdruck“, beschreibt der Falkenseer weiter, welche Auswüchse Spielfieber treiben kann.

Neue Messe
Die steigende Beliebtheit, die von Falkensee aus genährt wird, zeigt sich an vielen Stellen. So ist Johannes Jaeger jetzt sogar im fernen Frankfurt am Main gefragt. Dort hat er ganz neu in der „Frankfurter Rundschau“ eine 14-tägige Brettspiel-Kolumne. Außerdem sorgt er dafür, dass die Region ebenfalls von dem neuen Boom profitiert. Dazu hat er vor fünf Jahren die „Berlin Brettspiel Con“ ins Leben gerufen, die zuletzt 2019 sensationelle 10 000 Besucher hatte. „Bisher fand die Messe im Juli statt. Jetzt hoffen wir, sie am zweiten Adventswochenende stattfinden lassen zu können“, wagt er eine vorsichtige Vorausschau.
Was aber macht nun ein gutes Spiel aus?
„Es muss ausbalanciert sein, also viele Möglichkeiten bieten, so dass man immer wieder neue Strategien ausprobieren kann. Wichtig ist, dass es sich gut anfühlt, schön aussieht und einen hohen Wiederspielreiz hat, da die Anschaffung ja meist im Bereich von 40 bis 50 Euro liegt. Es gibt aber wenig schlechte Spiele. Vielmehr geht es darum, was zu wem passt. Ein Partyspiel wie ‚Fiese Freunde, fette Feten’ spricht einen anderen Kreis an als eines, das für Familien mit Kindern gedacht ist.“

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