Bericht über: Bürgermeister
| Bürgermeister | |
| Heiko Richter |







Falkensee dreht auf

Stand: August 2026
Erdwärme sorgt im Sommer für angenehme Kühle, im Winter für wohlige Wärme.
Gleichzeitig sinkt der Stromverbrauch deutlich. Falkensee setzt diese Technik beim Rathausneubau ein.
„Die Geothermie macht eine separate Klimaanlage überflüssig und reduziert die Energiekosten. Zusätzlich erzeugen wir mit Photovoltaik auf dem Dach und am Laubengang eigenen Strom“, erläutert der Falkenseer Bürgermeister Heiko Richter.
Während der Sanierung des historischen Rathauses arbeitet die Stadtverwaltung im Neubau. Der Wiedereinzug in das dann denkmalgerecht sanierte Rathaus ist für 2029 vorgesehen.
Mehr für die Kinder
Für die künftige Kita in der Kochstraße ist ebenfalls eine Geothermieanlage vorgesehen. Abseits der technischen Details möchte Heiko Richter die jüngsten Falkenseer bei der Gestaltung der Außenanlagen der neuen Kita einbeziehen: „Bei einem Workshop mit Kindern im Kitaalter sollen die Spielgeräte für den Spielplatz ausgewählt werden.“ Am Bürgeramt in der Poststraße entstand neben einer sogenannten „Netten Toilette“ zudem eine Kinder-Notinsel.
Bahn und Straßen
Doch auch im Verkehrsbereich ist Bewegung. Die Generalsanierung der drei Bahnhöfe in Falkensee wurde innerhalb von zehn Monaten abgeschlossen. „Zum Glück verlief die Bauphase weitgehend geordnet. Viele Bürger hatten sich gut auf die Einschränkungen eingestellt und nutzten etwa unsere Mitfahr-App“, so der Bürgermeister.
Mit Blick in die Zukunft weist er auf weitere Belastungen hin: „Ab Oktober 2026 müssen Pendler wegen der Sperrung des Bahnhofs Dallgow-Döberitz sowie in 2027 des Bahnhofs Berlin-Spandau leider erneut mit Einschränkungen rechnen.“ In neuem Glanz erstrahlt nun der Krumme Luchweg. Das frühere Kopfsteinpflaster wich einer Fahrbahn. Barrierefreie Gehwege erleichtern jetzt Menschen im Rollstuhl sowie blinden oder sehbehinderten Personen den Alltag.
Attraktives Zentrum
Ein Schwerpunkt bleibt die Stärkung der Nahversorgung sowie des Stadtlebens.
An der Falkenhagener Straße entsteht derzeit ein Edeka-Markt mit einer Verkaufsfläche von rund 3 000 Quadratmetern.
Für das Projekt F 93 an der Adlerstraße 48 sucht die Stadt derzeit einen Nahversorger, damit das ehemalige Einkaufszentrum neues Leben erhält. Auch die Brache am Gutspark soll eine Zukunftsperspektive bekommen.
„Die Bevölkerung soll entscheiden, welche Nutzung sie sich für das Gelände der alten Stadthalle wünscht“, erklärt Heiko Richter.
Des Weiteren ist für den Gutspark neben der Neugestaltung der zentralen Grünanlage ferner die Errichtung eines Trinkwasserbrunnens zur kostenlosen Nutzung geplant.
Stromkästen verschönern
Bürgerschaftliches Engagement zeigt sich bereits bei einer besonderen Aktion: Der regionale Netzbetreiber „E.DIS“ gibt stadtweit 750 Stromkästen zur kreativen Bemalung frei. Knapp 500 davon wurden bereits reserviert. Koordiniert wird dies vom städtischen Jugendclub „Saftladen“. Einzelpersonen, Familien oder Vereine können einen Stromkasten auswählen und frei mit eigenen Motiven gestalten.
„Wir unterstützen die Teilnehmer bei der Umsetzung. Gleichzeitig wünschen wir uns, dass sie Verantwortung für ‚ihren‘ Stromkasten übernehmen und ihn auch zukünftig ordentlich halten“, sagt Bürgermeister Heiko Richter.
„Wenn das Projekt weiter erfolgreich läuft, könnte es sogar als Vorbild für andere Kommunen dienen“, freut sich das Stadtoberhaupt.