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„Laufmaus Elke“ ist nicht zu bremsen!

0151/52420996 0151-52420996 015152420996
Marathonläuferin
Elke Weisener
Telefon:01 51/52 42 09 96
E-Mail:e.weisener@email.de
Website:mein-streak.over-blog.de

Weltweit auf den Beinen

Stand: Juni 2019

Die Teilnahme an Veranstaltungen wie dem Marathon in New York oder London ist die Krönung für jeden ambitionierten Läufer. Falkensee ist hier regelmäßig vertreten, durch eine Frau, die einfach nicht zu bremsen ist!

Elke Weisener trägt die Fahne von Falkensee in die Welt hinaus wie kaum eine andere Person in der Stadt.
Sie startet bei Marathons in Hamburg, natürlich in Berlin, in Bielefeld und Helgoland aber ebenso in Zypern, in New York, London sowie in Paris und Rom. Um sich das leisten zu können hat sie kurz vor der Rente nochmals eine neue Ausbildung gemacht!

Sauer aufs Arbeitsamt
Dabei hat sie schon eine Berufskarriere als Restaurantleiterin hinter sich, wo sie unter anderem auf Ausflugsdampfern und in der Mitropa-Verkaufsstelle am Bahnhof Friedrichstraße gearbeitet hat.
„Nach der Wende war ich Abteilungs­leiterin für Transport und Logistik bei einer großen Produktionsfirma. Das war ein nervenaufreibender Beruf wo man immer dabei war, Problemlöser für unvorhergesehene Ereignisse zu sein“, gibt sie Einblick. „Als ich damit aufhörte erklärten sie mir im Arbeitsamt, dass ich mit 60 Jahren nicht mehr vermittelbar sei. Die sehen sich überhaupt nicht den Menschen an, sondern nehmen nur das Alter aus den Akten und fertig ist das Urteil“, ärgert sie sich noch heute.

Verhängnisvolle Liebe
Dabei war die Extrem-Sportlerin damals so fit wie heute. Schließlich wollte sie ja ursprünglich als Spitzensportlerin die Fahne der DDR in der Welt hochhalten. „Ich war auf der Sportschule. Meine Spezialität waren die 400-Meter- und 800-Meter-Strecken“, erinnert sie sich zurück. Allerdings kam dem Energiebündel die offenbar unbremsbare Leidenschaft dazwischen: „Ich wurde mit 18 Jahren schwanger, damit war es aus mit dem Hochleistungssport!“

Arbeiten für den Sport
Die Leidenschaft dafür ließ sie aber niemals los. Die Wohnung ist wandvoll mit Medaillen. Pokale füllen ein Zimmer fast komplett. Dutzende von Ordner in den Regalen lassen ein ungewöhnliches Sportlerleben nachvollziehen.
„Ich bin fast jedes Wochen­ende bei Rennen. Um mir das nötige Geld zu verdienen, habe ich eine ausgefüllte Woche. Teilweise bin ich von sieben Uhr morgens bis 22 Uhr abends im Einsatz“, berichtet sie. So verdient sie ihr Zubrot indem sie Sport- und Fitness-Kurse leitet, die meisten davon in Berlin. Da geht es darum, Erwachsene beim Trampolinspringen anzuleiten, beim Krafttraining oder bei Aquafitness. In Falkensee hilft sie Senioren, sich vor folgen­reichen Stürzen zu schützen.
„Das erfordert ein gutes Zeitmanagement“, strahlt sie und verweist auf ihr iPhone, das sie so schnell bedienen kann, dass selbst der „Generation Handy“ die Augen übergehen dürften!

Schnell aus dem Stand
Ihre zweite Karriere begann „Laufmaus Elke“ 1991: „Ich nahm spontan an einem Zehn-Kilometer-Straßenlauf teil und schaffte es, ohne vorher trainiert zu haben, die Strecke in nur 55 Minuten zu bewältigen. Dabei war ich damals sogar noch starke Raucherin. Beim Berlin-Marathon war ich 1996 mit 3:17 unter den schnelleren. Beim Hansemarathon in Hamburg mit über 1 000 Teilnehmern kam ich ein Jahr später auf Platz 22!“
2013 nahm sie wieder bei diesem Lauf in der Stadt teil, wo ihr Vater herstammt: „Das war mein hundertster Marathon!“

Deutsche Vizemeisterin
Neben Marathon in allen Varianten ist sie zudem als Extrem-Läuferin unterwegs wo Strecken von gleich mal 100 Kilometer bewältigt werden. Sie schaffte es auf der 50-Kilometer-Distanz deutsche Vizemeisterin zu werden. Solche Strecken sind ihrem vierbeinigen Hausfreund viel zu lang. Doch bei ihrer weiteren ungewöhnlichen Leidenschaft kommt Rauhaardackel „Anton“ durchaus gerne mit: „Ich bin seit 2008 Täglich-Läuferin. Das bedeutet, dass jeden Tag mindestens eine Meile zu laufen ist, bei allen Temperaturen!“ Da sind nun in den über zehn Jahren schon wieder fast 30 000 Kilometer zusammengekommen, da sie auf einen beachtlichen Tagesdurchschnitt von 7,5 Kilometer gekommen ist!

Traum von der Sandpiste
In ihrem dritten Ehemann Hartmut Weisener hat die Falkenseerin einen Gleich­gesinnten gefunden. Der Elektroingenieur und Dozent für Mathematik und Physik hat ebenfalls im Rentenalter umgeschult. Er betreibt mit nunmehr 75 Jahren sein eigenes Lohnbüro.
„Wenn möglich, begleite ich meine Frau zu den Rennen“, versichert er.
Damit ist Falkensee durch ein sehr aufregendes Paar in Rente ohne Rasten vertreten!
Der große Traum: „Ich möchte unbedingt einen Wüsten-Marathon mitmachen, habe das zeitlich leider noch nicht geschafft“, träumt sie von Sandpisten, wie sie in Falkensee vielen als Straße ein Dorn im Auge sind.